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Aguacate

Was ist eine Arepa?

Rundes Brot aus Maismehl, von Hand gemacht. Knusprig außen, weich innen.

Eine frisch gemachte Arepa, aufgeschnitten und gefüllt

Was sie ist

Drei Zutaten: vorgekochtes Maismehl, Wasser, Salz. Ein Teig, der in der Hand entsteht. Eine flache, runde Scheibe, die auf einer heißen Platte goldbraun wird. Außen knusprig, innen weich und warm. Von Natur aus glutenfrei. In Venezuela steht sie zu jeder Tageszeit auf dem Tisch. Sie ist keine Beilage, sie ist das Brot, das alles trägt.

Woher sie kommt

Die Arepa ist alt. Älter als das Land, in dem sie heute zu Hause ist. Vor mehr als 2.800 Jahren machten sie die Cumanagoto, ein indigenes Volk an der östlichen Karibikküste Venezuelas. Ihr Wort dafür war erepa, oft frei übersetzt als „das, was das Leben trägt“ oder „Maisbrot“.

Die Spuren dieser Tradition reichen bis ins heutige Bundesland Bolívar, an die Ufer des Orinoco. Wer dort aufwächst, lernt früh, wie man eine Arepa formt.

Wie sie gemacht wird

Das Rezept ist denkbar einfach: Maismehl mit Wasser und Salz vermischen, kneten, bis die Masse glatt und elastisch ist. Daraus formt man kleine Scheiben, etwa handtellergroß, und legt sie auf eine heiße Platte. In Venezuela ist das traditionell ein Budare, eine flache, gusseiserne Pfanne, die in vielen Häusern Generationen überdauert hat.

Bei uns in der Mohsgasse werden die Arepas jeden Tag frisch gemacht. Keine Tiefkühlware, keine Vorproduktion über Nacht. Der Teig entsteht in unserer Küche, kurz bevor er gebraucht wird.

Wie man sie isst

Eine Arepa wird in der Mitte aufgeschnitten, wie ein Brötchen, und mit allem gefüllt, was zur Tageszeit und zur Stimmung passt. Käse zum Frühstück. Rindfleisch mit schwarzen Bohnen und Kochbananen zum Mittagessen. Hähnchen mit Avocado, wenn der Klassiker Reina Pepiada auf dem Tisch landet. Bohnen und Reis, wenn es vegetarisch sein soll.

Sie ist Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Snack zwischendurch. In Venezuela nennt man sie die Königin der venezolanischen Tafel, und das ist nicht poetisch übertrieben. Es ist einfach das, was sie ist.

In Wien, bei Aguacate

Was als erste Arepera Wiens begann, ist heute eine venezolanische Küche, die weit darüber hinausgeht.

Die Arepa bleibt der Anker. Wenn du eine probieren möchtest, komm vorbei. Frisch gemacht, aufgeschnitten und gefüllt mit dem, was dir gerade gefällt.

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